• Beitrag veröffentlicht:17.12.2025
  • Beitrags-Kategorie:Berichte

Werte Hornusserinnen und Hornusser

Bereits neigt sich das Jahr wieder dem Ende zu und es wird Zeit für einen kurzen Rückblick auf das Hornusserjahr 2025.

Würden die Hornusser ein Wort des Jahres wählen, wäre dies 2025 wohl Übergangssaison. Viel wurde im Vorfeld über die anstehenden Anpassungen in der Meisterschaft diskutiert. Damit die im Herbst 2024 beschlossenen Anpassungen in der Meisterschaft auf die Saison 2026 umgesetzt werden können, mussten in dieser Saison die entsprechenden Vorbereitungen getroffen werden. So war bereits vor dem Meisterschaftsstart klar, dass am Ende der Meisterschaft viele Mannschaften in einer tieferen Liga neu eingeteilt werden. Trotz oder vielleicht gerade wegen dieser Ausgangslage wurde Wochenende für Wochenende grosser Einsatz gezeigt. Vielen Dank für euer sportliches Verhalten.

Die Meisterschaft 2025 konnte ohne nennenswerte Vorfälle abgeschlossen werden. Erstmals wurde in dieser Saison die komplette Meisterschaft in der LiveApp erfasst. Dadurch war es uns möglich zu jeder Zeit die aktuelle Rangliste abzurufen. Vielen Dank an dieser Stelle an alle SR für die tadellose Arbeit, die ihr Wochenende für Wochenende für uns Hornusser leistet. Auch in der Auswertungsstelle wurde durch die Erfassung der Resultate in der LiveApp vieles einfacher, da sich die Haupttätigkeit von der Resultaterfassung zur Resultatkontrolle verschoben hat. Basierend auf der Rangliste der Schweizermeisterschaft 2025 wurden die Einteilungen für die Saison 2026 gemacht. Betrachtet die neue Struktur als Chance auch mal gegen Gegner zu spielen, gegen die ihr vielleicht noch nie oder schon lange nicht mehr gespielt habt. Und Aufsteigen ist ja ab der nächsten Saison wieder möglich.

Der Meisterschaftskommission danke ich einmal mehr für die sehr gut organisierte Meisterschaft und die geleistete Arbeit. Gerade mit der Neueinteilung gab es dieses Jahr einiges mehr an Arbeit zu bewältigen, als dies in den letzten Jahren der Fall war.

Die Gruppenmeisterschaften in den Zweckverbänden fanden alle im August statt. Insgesamt nahmen 221 Gruppen an der Gruppenmeisterschaft 2025 teil. 36 davon qualifizierten sich für den Final vom Bettag Samstag auf der Thuner Allmend. Vor der Traumkulisse mit Eiger, Mönch und Jungfrau und einem wolkenlosen Himmel konnte der Final pünktlich um 9:00 Uhr gestartet werden. Der blaue Himmel und die tiefstehende Sonne sorgten dafür, dass sehr viele Numeros notiert werden mussten. Die eine oder andere Gruppe hatte sich schon mit dem Ausscheiden abgefunden, als klar wurde, dass sich viele Gruppen trotz Numero für die nächste Runde qualifizierten. Nur gerade 7 Gruppen konnten das Ries sauber halten. Ab dem Mittag wurden die Sichtverhältnisse besser und sofort wurden die Leistungen im Ries besser. Im Final konnten sich von den qualifizierten Gruppen die meistgenannten Favoriten durchsetzen.

An dieser Stelle nochmals ein grosses Dankschön an die Hornusser der HG Thun für die sehr gute Organisation des diesjährigen Gruppenfinals.

Die Wettkampfleitung / OBK startete ihre Arbeit mit den obligaten SR-Grund- und Wiederholungskursen, um die Spielleitung so für die kommenden Aufgaben bestens vorzubereiten.

Ebenfalls unterstützten die Obmänner die Festorganisatoren bei den Vorbereitungen auf die Saisonhöhepunkte. Entsprechend waren die Rückmeldungen, die ich von den Hornusserfesten erhalten habe. Die Teilnehmer fanden nur lobende Worte für die vorhandenen Infrastrukturen und die Organisation. Ich bedanke mich bei allen Organisatoren für die geleistete Arbeit herzlich. Praktisch zeitgleich mit den Hornusserfesten fanden die Gruppenmeisterschaften statt, welche ebenfalls reibungslos durchgeführt werden konnten. Den Abschluss der Saison bildete der RC-Grundkurs in Oberönz-Niederönz. In diesem Jahr konnten 11 Teilnehmer zum Grundkurs begrüsst werden. Auch in diesem Jahr hat die OBK bei der Aus- und Überarbeitung von Reglementen mitgearbeitet.

Danke an die OBK für ihre Arbeit, die sie für uns Hornusser verrichten.

Ein spezielles Highlight in dieser Saison war sicher der 1. Eidg. Veteranentag, welcher am 22. August ausgetragen wurde. Unter der Leitung von Rolf Wymann (Vize Obmann EHV) spielten weit über 700 Veteranen in total 40 Mannschaften um Ruhm und Ehre, aber auch um die schönen Auszeichnungen. Hatte es am Vortag noch stark geregnet, herrschte an diesem Freitag bestes Hornusserwetter. Leicht bewölkter Himmel und sehr angenehme Temperaturen sorgten für beste äussere Bedingungen. Entsprechend konnten die Veteranen das Spiel geniessen. Es war sehr eindrücklich zu sehen, mit welcher Freude die Veteranen zu Werke gingen. Aber auch nach dem Spiel sah man nur zufriedene und glückliche Gesichter. Später beim Essen im Festzelt wurde viel über die früheren Zeiten und Erfolge diskutiert. Als die über 80 Jährigen aufgerufen wurden, sich auf die Bühne zu begeben, erhob sich gefühlt das halbe Festzelt. Bei diesem Anblick wurden die Verantwortlichen auf der Bühne leicht nervös. Hatte man genügend Wein für die Ehrung eingekauft oder nicht? Die Antwort lautete ja. Allen über 80 Jährigen konnte eine Weinflasche mit spezieller Etikette übergeben werden. Im Anschluss an die Ehrung führte Rolf Wymann gekonnt durch die Rangverkündigung. Alles in allem können wir auf eine geglückte Premiere zurückblicken. Sicher gab es noch das eine oder andere, was wir bei der nächsten Austragung noch anpassen können. An dieser Stelle bedanke ich mich bei allen, die entweder im Vorfeld oder am Spieltag selbst zum guten Gelingen dieses Anlasses beigetragen haben. Ein spezieller Dank an die Hornusser von Rüdtligen-Alchenflüh für die tadellose Organisation und die sehr gute Infrastruktur.

In der Technischen Kommission standen in diesem Jahr keine grösseren Projekte an. Im Frühling wurden wieder die routinemässigen Kontrollen von einigen festen Ries getätigt. Später im Jahr unterstützte die TK die Organisatoren der Grossanlässe beim Ausstecken der Ries und der anschliessenden Abnahme durch die Obmänner.

Weiter begleitete die TK die Helmprüfung beim Institut für Werkstofftechnik IWK in Rapperswil. Die getesteten Helme (nur aktuell verfügbare Modelle) haben den Test bestanden. Es hat sich aber gezeigt, dass ein Helm nach einem direkten Treffer zwingend ersetzt werden muss. Einmal erfüllen die Helme ihre Pflicht, aber bei einem zweiten Treffer könnte dies nicht mehr der Fall sein. Was dieser Test aber klar gezeigt hat ist, dass alte Helme die Köpfe nicht mehr genügend schützen können, da das Material über die Jahre und die Witterungseinflüsse spröde und brüchig geworden ist. Deshalb legen wir euch ans Herz, die alten Helme durch neue Helme zu ersetzen.

Vielen Dank an die TK für ihre Arbeit das ganze Jahr.

Mit dem Meisterschaftsstart im Frühling ging es auch gleich so richtig los mit Disziplinarfällen. Immer und immer wieder wurde vergessen am Abend nach dem Spiel die Spielliste zu fotografieren und an die Auswertungsstelle zu senden. Aber auch das Einsenden per Post erfolgte nicht immer termingerecht. So musste die Disziplinarkommission etliche Bussen aussprechen. Zum Schluss der Meisterschaft gab es nochmals so richtig viel Arbeit. Musste doch bei ca. 50 Hornussern abgeklärt werden, weshalb nicht die geforderten 2 Spiele in der gemeldeten Mannschaft absolviert wurden. Für alle wurden aber plausible Erklärungen geliefert, so dass keine weiteren Bussen ausgesprochen werden mussten.

Auch der DK danke ich für ihre Arbeit, welche sie fürs uns Hornusser erledigt.

Abschliessend möchte ich noch allen Preisgewinnern der Saison 2025 herzlich zu ihren Erfolgen gratulieren. Ich habe bewusst darauf verzichtet, diese in meinen Rückblicken zu erwähnen, da mittlerweile alle Gewinner online nachgelesen werden können.

Nun noch ein paar Gedanken zur Zukunft.

Es stimmt mich schon etwas nachdenklich, wenn ich sehe, wie schwierig es mittlerweile ist, für künftige Grossanlässe noch Organisatoren zu finden. Ja es bedeutet Arbeit und die Bereitschaft, sich über ein paar Jahre in einem OK zur Verfügung zu stellen. Aber am Schluss überwiegt die Freude, zusammen etwas Grosses geleistet zu haben. Deshalb hier der Aufruf an alle Hornusser:innen. Wollen wir uns auch künftig an Grossanlässen messen können, bedarf es eure Bereitschaft und euren Willen etwas Grosses in Angriff zu nehmen. Wenn alle denken, sollen doch die anderen schauen, werden wir irgendwann keine Feste mehr besuchen können.

Nun liebe Hornusserfamilie, wünsche ich euch und euren Angehörigen, schöne und besinnliche Festtage. Im neuen Jahr viel Glück, alles Gute und vor allem gute Gesundheit.

Ressortleiter Wettkampf / Obmann EHV
Peter «Böbu» Bichsel

Peter Bichsel