Liebe Hornusserfamilie
Ich darf wieder auf ein grundsätzlich gutes Nachwuchsjahr zurückblicken. Wie schon im letzten Jahr haben über tausend Kinder und Jugendliche (1016) an mindestens vier von sechs nationalen Nachwuchsanlässen teilgenommen. Damit konnten wir die Zahl der aktiven Nachwuchsspielerinnen und -spieler stabil halten. Insgesamt zeigt der Trend sogar leicht nach oben.
Das ist nur dank eurer grossen und engagierten Arbeit in den Vereinen möglich. Ob beim wöchentlichen Training, das viele zusätzliche Abende beansprucht, bei den vielen Stunden an den Spielen mit all den kleinen Geschichten, Erfolgen und Herausforderungen, bei den langen Autofahrten oder beim Material und den Kosten – all das gehört dazu. Genau dieses Engagement macht es möglich, unseren Nachwuchs zu unterstützen.
Darum möchte ich mich zuerst bei allen bedanken, die sich in irgendeiner Form für unseren Nachwuchs einsetzen. Vielen herzlichen Dank für euren Einsatz – MERCI!
Ein besonderes Dankeschön geht an alle, die Nachwuchsanlässe organisiert haben. Auch ein kleiner Anlass braucht viel zusätzliche Arbeit, damit Spielerinnen, Spieler und Besucher ein schönes Erlebnis haben. Den vielen positiven Rückmeldungen nach ist euch das im Herbst sehr gut gelungen. Vielen Dank dafür.
Trotz der erfreulichen Zahlen dürfen wir nicht vergessen, dass sich diese nicht von selbst halten. Stillstand bedeutet Rückschritt.
Im Projekt «Hornusserweg» wollten wir als Verband nach den vielen Diskussionen über Änderungen bei den Aktiven auch Möglichkeiten für den Nachwuchs prüfen. Der Nachwuchs wurde zunächst zurückgestellt, weil im Kalender der Aktiven wenig Spielraum blieb. Diesen wollten wir zugunsten des Nachwuchses verbessern.
Die Anpassungen bei den Aktiven waren auf den ersten Blick klein. Mit der neuen Meisterschaftsstruktur entsteht aber vor allem für tiefer klassierte Mannschaften mehr Freiraum. Dieser kann genutzt werden, um sich noch stärker für den Nachwuchs einzusetzen.
Die ganz grossen Änderungen blieben jedoch aus. Darum hat sich an unserer Klausur im Schwarzwald eine Gruppe aus dem Ressort Ausbildung und Nachwuchs mit dem Zentralvorstand über weitere Ideen ausgetauscht.
Kurz darauf folgte leider ein erster Dämpfer: Der geplante Nachwuchs-Schnuppertag musste wegen zu vieler offener Fragen und fehlender Unterlagen schweren Herzens abgesagt werden.
Auch im Verlauf des Jahres konnten nicht alle angesprochenen Ideen umgesetzt werden. Einige Projekte blieben liegen oder verliefen im Sand. Trotzdem wurde einiges erarbeitet und viele Teile davon werden in den kommenden Monaten umgesetzt oder weiterentwickelt.
Die EDVK hat mit grossem Einsatz in der «grünen App» einen eigenen Bereich für den Nachwuchs geschaffen. Ab der Saison 2026 werden auch die Nachwuchsspiele dort erfasst, live mitverfolgt und ausgewertet. Und das sogar ein ganzes Jahr früher (!) als geplant. Ein herzliches Dankeschön an die EDVK und alle Beteiligten für diesen grossartigen Einsatz.
Zudem werden wir die Strukturen im Ressort etwas anpassen, um in gewissen Bereichen mehr Kompetenz auf Verbandsebene zu haben. Dafür brauchen wir aber auch engagierte Personen aus den Gesellschaften, die sich einbringen möchten. Wer Interesse hat, darf sich gerne bei mir melden.
In diesem Jahr werden wir die nationalen Schnuppertage definitiv durchführen. Jede Gesellschaft soll einen Anlass zur Nachwuchsgewinnung organisieren. Für den Zeitraum vom 2. bis 10. Mai werden wir als Verband unsere Kanäle nutzen, um diese Tage bekannt zu machen.
Solche Anlässe sollen aber auch ausserhalb dieses Zeitraums stattfinden können. Diese können ganz einfach in der HG-Verwaltung erfasst werden und erscheinen dann ebenfalls auf unseren Kanälen.
In den nächsten Tagen veröffentlichen wir ein ausführliches Dossier mit Vorschlägen zur Durchführung solcher Anlässe sowie zusätzlichen Werbemassnahmen. Schon jetzt ein herzliches Dankeschön an das Autorenteam für diese wichtige Arbeit.
Wenn ich auf mein viertes Jahr als Ressortleiter zurückblicke, nehme ich für den Nachwuchs, aber auch persönlich, eine wichtige Erkenntnis mit: Alleine ist es selten erfolgreich. Ich habe mir zu Beginn des Jahres zu viel vorgenommen, weshalb nicht alles wie gewünscht umgesetzt werden konnte.
Darum danke ich allen Helferinnen und Helfern, den Kommissionsmitgliedern und besonders auch meinen Kolleginnen und Kollegen im Zentralvorstand für die Unterstützung, aber auch für die ehrliche Kritik. Denn nur gemeinsam können wir wachsen – persönlich und als Verband in unserer Nachwuchsarbeit.
Eidgenössischer Hornusserverband EHV
Ressortleiter Ausbildung + Nachwuchs
Adrian Aeschbacher


