Am 4. Oktober wurde ich von meinem besten Freund gefragt, ob ich am Samstagmorgen mit Alchenstorf ans Gründungshornussen in Winistorf möchte, da sie zu wenige Leute seien. Nach einer ersten Absage meinerseits reizte es mich aber trotzdem, mit ihm und seiner Familie gemeinsam zu hornussen. Somit sagte ich ihm voller Freude zu. Mit Schrecken stellte ich fest, dass unsere C-Mannschaft auch an diesem Anlass teilnahm. Mit Rücksprache des Verantwortlichen der C-Mannschaft erhielt ich auch hier grünes Licht, weil sie mit 18 Spielern anwesend waren. Erwähnenswert sind sicher die 7 Nachwuchshornusser die sie einsetzten.

Da ich eine tolle Schlagleistung ablieferte und mir die Streiche ausgeschrieben wurde, gewann ich diesen Anlass. Sowohl die Obfrau, Präsidenten, Schiedsrichter und viele altgediente Hornusser waren der Meinung, da unsere C-Mannschaft auch spielte, sei das so korrekt. An Grossanlässen wird es ja immer so gehandhabt. Es gab bereits während dem Anlass Diskussionen darüber.
Ich wollte niemandem einen Preis wegschnappen oder etwas beweisen. Mir war es sogar peinlich diese Glocke auf der Bühne entgegenzunehmen. Verzichten darf man ja auch nicht.

Zwei Wochen später durfte ich erfahren, dass dieses Vorgehen falsch war, mir die Ersatzstreiche geschrieben werden sollten und ein Disziplinarverfahren gegen die Obfrau lief.
Nach Studium des Spielreglements kann ich diesen Entscheid nachvollziehen. Im Organisationsreglement Grossanlässe und Kleinanlässe steht es jedoch anders.

Noch am selben Abend rief ich Tim Maurer telefonisch an und informierte ihn von dem Vorfall. Am nächsten Tag fuhr ich nach Studen und überreichte die Glocke für den ersten Rang inklusive Medaille an Dominic König. Dieser übergab die vom 2. Rang an Tim Maurer. Die 3. Glocke habe ich mitgenommen. Nach langen guten Gesprächen rief ich auf dem Heimweg Dominik Kofmel an und brachte ihm persönlich die Glocke für den 3. Rang vorbei. Die Freude war riesig und es wäre ihm ein würdiger Rahmen für seine erste Glocke zu gönnen gewesen. Gleich darauf telefonierte ich der Obfrau und informierte sie darüber, dass ich ohne zu fragen das so erledigt habe und sie bedankte sich bei mir, da sie das sonst erledigen müsste. Ich hoffe sehr, dass keine Busse fällig wird und diese noch die Obfrau übernehmen sollte. Auch das würde ich mit ihr regeln.
Obwohl kein definitiver Entscheid da ist sollte die Sache für uns Betroffene erledigt sein.

Fazit: Ein grosser Wunsch löste viele Diskussionen aus und keiner wusste richtig Bescheid. Auch im Nachhinein stellte ich fest, dass praktisch alle Rieschefs und Hornusser diesen Fehlentscheid auch so gefällt hätten.

Mir ist noch wichtig festzuhalten, dass ich dem Hornussen und meinem besten Freund inklusive Familie zuliebe gespielt habe und sicher nicht wegen dem Preis.
Somit entschuldige ich mich bei allen, die wegen diesem Vorfall in Unannehmlichkeiten verwickelt waren.
Hornussergruess Roland Bernhard

Dominik Kofmel
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