Bei typischem Herbstwetter feierte der Glöggliverband sein 30jähriges Bestehen mit 4 eingeladenen B-, oder C-Mannschaften. Die Mannschaftswertung entschied Hindelbank B für sich. Die Einzelschlägerwertung ging an den Lyssacher Pascal Rutschmann.

Die Geschichte des vermutlich jüngsten und kleinsten Kleinverbandes im EHV ist trotzdem eine bewegte. Als nämlich die Hornussergesellschaft Grafenscheuren 1987 ihr 100jähriges Jubiläum feierte, entstand die Idee, die überzähligen Spieler in einer B-Mannschaft spielen zu lassen. Kurz darauf wurde das Farmteam gegründet und schon bald war Otto Hugi der Ansicht, dass da zu wenig gehornusst werde. Ihm schwebte ein Kleinverband aus lauter B-Mannschaften aus der Umgebung von Burgdorf vor. Zusammen mit weiteren Angefressenen tüftelte er ein Reglement mit drei Abendspielen und einem Finaltag aus und fand bei den HG’s Hettiswil-Eintracht, Hindelbank und Kirchberg Interesse. 1990 startete dann dieses Konstrukt.

Weil in den B-Mannschaften vorwiegend ältere und ganz junge Hornusser tätig waren, wurde auch ein spezieller Spielmodus kreiert. So hatten sie für die die jeweils drei Streiche in den drei Abendspielten fünf statt vier und für die 2×2 Streiche am Finaltag 2×4 statt 2×3 Schlagrechte zur Verfügung, was auch heute noch immer Bestand hat. Zudem beginnt die Heimmannschaft – im Gegensatz zu allen anderen Hornusserwettkämpfen – das Spiel mit Abtun. Dies, damit sie dann die Gastmannschaft bewirten kann, wenn sie beim Hornusserhüttli am Schlagen ist.

Weiter wird dem Nachwuchs eine grössere Anzahl Preise zur Verfügung gestellt, als dies die heutigen Reglemente gestatten. Aber genau das alles macht ja den Glöggliverband aus, der inzwischen aus den B-Mannschaften von Burgdorf, Hettiswil-Eintracht, Hindelbank und Lyssach besteht.

Sein 30jähriges Bestehen feierte der Glöggliverband in Hettiswil wobei jede Glögglimannschaft eine befreundete Mannschaft einladen konnte. Die Hettiswiler zeichneten sich für die Organisation verantwortlich, da sie heuer ihr 100jähriges Bestehen feiern können. Die vorhandene Infrastruktur konnte damit optimal genutzt werden. Selbstverständlich galten auch beim Jubiläumswettkampf die Sonderregeln des Glöggliverbandes. Beim anschliessenden Festakt liess dann Obmann Hans-Peter Mathys die bewegte Geschichte nochmals Revue passieren und man sah dabei sehr bewegte Gesichter vor allem in den Reihen der älteren Hornusser.

Ehrendame, Hans-Peter Mathys, Beat Niffenegger

Wie bereits erwähnt, konnte der sportliche Wettkampf bei angenehmem Herbstwetter jedoch ziemlich starkem Seitenwind ausgetragen werden.

Die Mannschaftswertung ging ziemlich überraschend an Hindelbank B welches mit 0 Nr. 571 Punkten Platz eins belegte. Es folgten die Gäste aus Zauggenried-Kernenried B mit 0 Nr. 555 Punkte und Trimstein B mit 0 Nr. 463 Punkte.

Die Einzelwertung war sehr spannend und gipfelte im Zweikampf der beiden Lyssacher Pascal Rutschmann und Daniel Burkhalter. Beide schlugen 64 Punkte. Pascal Rutschmann konnte sich schliesslich wegen seiner beiden 18er als Sieger ausrufen lassen. Das Stockerl wurde vervollständigt mit dem Burgdorfer Etienne Kindler, welcher 62 Punkte schlug. Als bester Nachwuchshornusser konnte Loris Lancione aus Trimstein mit 65 Punkten ein Glöggli in Empfang nehmen.

Loris Lancione, Etienne Kindler, Pascal Rutschmann, Daniel Burkhalter

Nach dem sportlichen Wettkampf und dem feinen Essen schaute der abtretende Obmann Hans-Peter Mathys auf die Anfänge des Glöggliverbandes zurück. Er betonte, dass es schön sei, dass dieser Kleinstverband nach wie vor Bestand habe und an den seinerzeit ausgearbeiteten und speziellen Werten festhalten konnte und es hoffentlich auch weiterhin werde, auch wenn das Reglement alle vier Jahre überarbeitet und allenfalls angepasst werde.

Es ist zu hoffen, dass der Glöggliverband noch lange Bestand hat und im Sinn und Geist seines Gründers Otto Hugi sowie dem nun abtretenden langjährigen Obmann Hans-Peter Mathys weitergeführt wird.
Jürg Lysser, Aarwangen

Max Kiener, Florian Kaderli, Yannick Mühlemann
Timo Bärtschi, Dominik Mühlemann, Simon Marthaler, Nicolas Kiener, Stefan Christen
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