Die schöne Nr. 9 vom 5. März 2019 der SHJZ liegt auf meinem Bürotisch. Für einen Schwinger- und Jodlerfreund und ehemaliger, langjähriger Aktivhornusser eine grosse Freude. Diese soll nun bald zu Ende sein. Einfach völlig unverständlich und immer noch nicht nachvollziehbar, dass eine so schöne und immer gern gelesene, heimatkundliche Zeitung im 113. Jahrgang für immer verschwinden soll.

Schon als Junghornusser und nun über 60 Jahre war die SHJZ mein Leibblatt. Am Feierabend in aller Ruhe durfte man sich die interessanten Berichte, Ranglisten und News der drei Verbände zu Gemüte führen. Danach wurde das Blatt weitergereicht, einem angehenden bereits recht erfolgreichen Grosskind-Hornusser. «Grossvati, hesch mi gläse», war da zu hören. Freude herrschte und nun einfach Schluss damit.

Nun müssen wir halt mühsam in die viereckige Kiste gucken oder so unpersönliche, sogenannte Apps zur Kenntnis nehmen. So etwas wird nie und nimmer eine SHJZ ersetzen.

Es ist bedenklich, dass sich die zuständigen Verantwortlichen nicht energisch genug für die Erhaltung dieses wertvollen Presseorgans eingesetzt haben. Möglichkeiten hätte es bestimmt gegeben. Ich höre nun schon die grossen und lobreichen Worte beim Auftritt der berühmten Politiker und Prominenten am bevorstehenden ESAF 2019 im finanzstarken Kanton Zug. Hätten solche Leute das Portemonnaie nur um eine Schlitzbreite geöffnet und ein paar Sponsoren, sowie bekannte Politiker, die in Wahljahren unseren Verbänden immer sehr nach stehen wollen, ihren Worthülsen einen Beitrag an die Zeitung geleistet hätten und schliesslich mit Pflichtabos, wäre die Zeitung zu retten gewesen.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. An einem solchen Willen fehlte es aber eindeutig. Somit stehen unzählige Gleichgesinnte vor dem traurigen Ende. Am 26. März des Jahres 2019 folgt die Beerdigung des 113-jährigen Verbandsorgan. Wir ziehen still den Hut und sagen Adieu du liebe SHJZ…

Peter Schneider, HG Diessbach bei Büren

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