Pünktlich um 9 Uhr morgens begrüsst Daniel Aeberhard die 25 Kursteilnehmer im Forum Sumiswald. Nach einer kurzen Vorstellung des Kurskaders und einem Rundgang durch das Gebäude standen die ersten sportfachlichen Lektionen auf dem Programm. In der Dreifachturnhalle des Forums gab es ein kurzes Aufwärmen und danach ein ergiebiges Schnellkrafttraining, wo so manch einer über sich hinauswuchs und dies auch am Tag darauf noch verspürte. Mit kurzen Sprints und Geschicklichkeitsparcours hielten die Kursexperten den Puls der Teilnehmer auf einem hohen Level. Nach dem Mittagessen und wiederum kurzer Theorielektionen zeigte die Verantwortliche für Kids Sport, Frau Erdin, wie man anstrengendes Training spielerisch für die kleinsten in eine angenehme Sportlektion verpacken kann. Nach diesem interessanten Unterricht kam noch Herr von Allmen vom BASPO und zeigte den Teilnehmern im Rahmen der Initiative “Cool&Clean”, wie man von gewisser Werbung der Tabakindustrie hinters Licht geführt wird und wie man im Bereich Jugendsport dies verhindern kann. Nach dem Abendessen gab es noch eine Lektion sportmotorisches Konzept. So ging der erste Tag schon bald dem Ende zu.

Theorie und Praxis sind wichtig.

Am zweiten Kurstag kamen nicht mehr ganz alle aufrecht zum Frühstück. Zwickte es doch den einen oder anderen in den Muskeln. Der Tag startete mit einer kurzen Theorielektion. Danach ging es wieder ab in die Turnhalle. Diesmal ging es unter der Leitung von Heinrich Stalder ans Aufwärmen. Danach wurde den Teilnehmern gezeigt, wie man mit den üblich vorhandenen Geräten (Bänklein, Sprungmatten, Schwedenkästen und Trampolin) einen Parcours aufstellen kann, der “fägt”! Kann man doch mit Schwedenkästen ein hervorragendes Bobrennen machen. Im Weiteren gelingt es mit ein paar Bällen und Sprungmatten ein hervorragendes Rodeo zu machen und man trainiert bei all diesem noch den Gleichgewichtssinn. Nach dem Mittagessen wurde gezeigt, auf was alles zu achten ist, wenn aus unserem Nachwuchs erwachsene Menschen werden. Dann war wiederum Sport auf dem Programm. Was man alles erreichen kann, wenn man seinen Körper richtig steuern kann, ist unglaublich, aber nur wenn man weiss, wie man dies richtig machen kann. Das wurde den Kursteilnehmern in dieser Lektion vermittelt. Nach dem Abendessen wurde noch gelehrt, wie man Trainings richtig analysiert, damit man ein Training auch zielgerichtet aufbauen kann. Danach waren alle müde genug.

Bobrennen mit Schwedenkästen

Am dritten Kurstag bewegten sich alle wieder etwas angenehmer und elastischer als am Tag zuvor. Auch der Gesichtsausdruck war nicht mehr so schmerzverzerrt. Als erstes gab es eine Lektion Theorie, wo Heinz Hofer die Kursteilnehmer im psychischen Bereich unterrichtete. Danach gab es die tägliche Portion Sport mit Spiel, Schnellkraft und Ausdauerdisziplinen. Nach dem Mittagessen durften sich die Teilnehmer in Gruppen an den Lektionsvorbereitungen üben. Dies natürlich unter den strengen Augen der Experten. Dies fand an der bereits warmen Frühlingsluft im Freien statt. Zurück im Klassenzimmer unterrichtete Heinz Hofer die Anwesenden noch über die Möglichkeiten im mentalen Bereich und was man alles damit erreichen könnte. Nach dem Nachtessen liess man den Tag an einem gemütlichen Kursabend mit Kegeln ausklingen.

Spiele mit Tennisschlägern

Da es manch einer mit dem Kursabend und der damit verbundene Gemütlichkeit zu ernst meinte, erschien am vierten Kurstag nicht jeder zum Frühstück. Trotzdem waren alle pünktlich um 8 Uhr bei Kursbeginn anwesend. Ab dem heutigen Kurstag wurden die theoretischen Lektionen länger und die sportlichen Lektionen kürzer. Dafür machte ab dem vierten Kurstag ein Teilnehmer das Aufwärmen vor dem Sport. Was ab dem heutigen Kurstag auch anders war, waren die beiden Kursleiter. Mit Beat Trachsel und Guido Krebs standen ebenfalls zwei fachkundige Experten den Teilnehmer zur Seite. Am Nachmittag übten sich die Teilnehmer wiederum im Lektionen erteilen. Dies war die letzte Möglichkeit vor den am Freitag anstehenden Prüfungen. Das war dann auch der Schwerpunkt am Abend. Die Teilnehmer erhielten von den Experten die Themen, die sie für die Prüfung vorzubereiten hatten. Dies dauere bei den einen etwas länger als bei anderen.

Geschicklichkeit und Reaktion waren gefragt.

Am zweitletzten Kurstag waren die Prüfungen der Schwerpunkt. Vor den Prüfungen wurden die Kursteilnehmer noch von Frau Tanja Brügger von Jugend und Sport besucht. Sie stellte den Anwesenden die verschiedenen Möglichkeiten des J+S vor. Danach wurden die Leiteranwärter von Heinrich Stalder über den EHV und seine Strukturen aufgeklärt. Anschliessend war es soweit und die schriftliche Prüfung stand auf dem Plan. Die Erleichterung stand dem einen oder anderen nach der Prüfung förmlich ins Gesicht geschrieben. Auch beim Mittageessen spürte man eine gewisse angespannte Stimmung. Dann ging es zügig an die praktische Prüfung. Auch wieder mit viel sportlichem Ehrgeiz wurden die am Vortag vorbereiteten Lektionen unterrichtet. Gesamthaft lief es allen gut bis sehr gut, was sich auch auf die Stimmung beim Abendessen auswirkte. Danach war der Abend zur freien Verfügung und man lies die anstrengenden, letzten Tage beim gemütlichen Beisammen sein oder Kartenspiel ausklingen, das wiederum bei manchen etwas länger dauerte.

Lektion in der Halle

Am Samstag, dem letzten Kurstag, wirkten einige noch etwas verknittert als der Verbandscoach Heinz Aeschbacher die Kursteilnehmer in Empfang nahm. Wiederum wurde der Kurs halbiert. Eine Hälfte begab sich an die Qualifikationsgespräche mit den vier Experten, die andere Hälfte lauschte den Erfahrungen und Inputs von Heinz Aeschbacher, welcher den Anwesenden einen interessanten Vortrag hielt. Danach wurden die Kursteilnehmer noch kurz an der frischen Luft im Bereich Bock setzen und Kontrolle des Bocks und der Schussblende instruiert. Nach dem Mittagessen wurde noch besprochen, ob sich die Erwartungen an den Kurs erfüllt hatten. Danach wurden die 25 neuen J+S Leiter nach Hause entlassen. An dieser Stelle noch einmal ein grosses Merci an die Experten, welche die nötige Geduld an den Tag legten, um aus 25 Hornusser/innen solide Leiter/innen zu machen.

Ernst Küffer und Thomas Wegmüller

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